Chronik

Gründung

Am 7. Januar 1923 gründeten 25 Ginsheimer Angler im Lokal von Johann Reinheimer, Hauptstraße 27, einen Angelsportverein. Im Gründungsjahr zählte der Verein 40 Mitglieder.

Erstes Vereinsgewässer

Anfang September 1937 war der Angelverein aus Ginsheim Ausrichter des Gau-Preisangelns für Hessen-Nassau, an dem 450 Sportfischer aus Hessen teilnahmen.
1938 wollten die Ginsheimer Angler im Sumpfgebiet am Birkenwäldchen einen Karpfenteich anlegen; hinter dem Projekt stand eigentlich der Ortsvorsteher und Angler Fritz Eitel, und so überließ die Gemeinde dem Verein das Gelände für eine “Anerkennungsgebühr” von 2,50 Reichsmark. Nachdem ein Sachverständiger vor Ort die Sicherstellung der nötigen Wassermenge für den Teich in Frage stellte, nahm der Verein von dem Projekt Abstand.

Die "Schwarzbach" und Umweltschutz

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein aufgelöst und am 17. Februar 1946 neu gegründet.
Dieser neue Ginsheimer Angelsportverein hat sich von Anfang an unermüdlich gegen die Verseuchung des Schwarzbachs und des Altrheins eingesetzt. Jahrzehntelang richteten die Angler unzählige Eingaben und Proteste an die zuständigen Stellen.
Zusammen mit Studenten der Mainzer Universitätsklinik, Rentnern und Ginsheimer Bürgern haben sie in den fünfziger und sechziger Jahren die Fischkadaver aus dem Schwarzbach und dem Altrhein beseitigt und Protestversammlungen veranstaltet.
Nach jedem Fischsterben organisierten sie die Pflege der ausgesetzten Fischbrut.

Bau eines Anglersteges

Im Jahre 1962 bauten die Ginsheimer Angler einen eigenen Bootssteg mit 90 Plätzen und legten auf der Nonnenaue einen vereinseigenen Campingplatz an.
1986 übernahm der Anglerverein die Patenschaft über den Schwarzbach in Ginsheim und den Lochwiesengraben mit dem Ziel, das Ökosystem in seinen ursprünglichen naturnahen Zustand zurückzuversetzen.
Der erste Bootssteg wurde 1987 durch eine Neuanschaffung ersetzt.
2003 wurden am Steg die Ankerwinden entfernt, mit denen er am Ufer befestigt war. Dies wurde möglich nachdem drei Dalben in den Grund des Altrheins getrieben wurden, die den Steg nun an seiner Position halten.
Im Jahre 2010 wurde eine Grundsanierung des Stegs notwendig, da die Schwimmkörper sehr stark durch Korrosion angegriffen waren. Dazu wurden die verschiedenen Segmente aus dem Wasser gehoben und zur Reparatur gebracht. Nach knapp zwei Monaten waren die Arbeiten erledigt und der Steg kehrte an seinen alten Platz zurück.
2012 feiern die Angler das 50-jährige Bestehen des Bootsstegs.

Bildung des Bezirkes Mainspitze

Nach dem Zweiten Weltkrieg bildeten die Ginsheimer Angler, zusammen mit Sportfischervereinen aus Amöneburg, Petersaue, Kostheim, Kastel, Gustavsburg, Trebur, Bauschheim, Astheim, Rüsselsheim, Nauheim, Hochheim, Walldorf und Kelsterbach den Bezirk Mainspitze im Landesverband Hessen der Deutscher Sportfischer.

Bau des Anglerheims und besondere Veranstaltungen

1933 entstanden die ersten Pläne der Angler für den Bau eines eigenen Anglerheims, das am Ufer eines vereinseigenen Fischgewässers stehen sollte.
Dieser Wunsch ging erst 1980 in Erfüllung, als die Ginsheimer Petrijünger am Birkendämmchen ein Vereinsgelände erhielten und dort ein neues Fertighaus aufstellen konnten.
Hier wurden neben den regelmäßigen Vereinsfesten im Jahre 1983 das 60jährige und 1998 das 75jährige Bestehen des Vereins gefeiert und im August 1988 die Deutsche Vereinsmannschafts-Meisterschaft ausgerichtet.
1992 wurde das Vereinsheim umgebaut und gleichzeitig deutlich vergrößert.
Im Jahre 2002 lockte der ASV als Ausrichter der Bundessportfischertage des VDSF Sportfischer aus ganz Deutschland nach Ginsheim.

Vorstände und Mitglieder

Bisher hatte der Verein folgende Vorsitzende: Adam Kröll, Adam Hebel IV, Michael Klein, Michael Schmitt, Karl Konrad, Arthur Malkmus, Reinhard Laukaitis, Herbert Schmitt und seit dem Jahr 2008 Thomas Hof.
Einen ganz besonderen Erfolg konnte im Jahr 2010 das Vereinsmitglied Michael Volz bei den Binnenfischereitagen in Simbach am Inn erzielen: Er wurde deutscher Fischerkönig.
Heute zählt der Angelsportverein Ginsheim ca. 280 Mitglieder.